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Über die Dankbarkeit

 

Ein Satz zum Nachdenken.
„… oft zeigen wir Dankbarkeit erst dann, wenn das, wofür wir dankbar sind, nicht mehr da ist.“

Meine Erziehung hat mich zu einem dankbaren Menschen gemacht. Es hat mich gelehrt, dass Dankbarkeit wenn nicht gar glücklich so doch zufrieden macht. Es ist das Gefühl der Wertschätzung für das, was man hat; für das, was man bekommt; für das, was man behalten darf, das bewirkt, dass wir uns besser fühlen.

Ganz erstaunlich finde ich, dass es sogar inzwischen durch Studien belegt ist: Menschen, die dankbar sind, haben bessere Laune, sind weniger oft gestresst oder depressiv.

Frau die sich freut - Dankbarkeit

 

Sie können mit schwierigen Situationen besser umgehen, haben im allgemeinen ein deutlich positiveres Lebensgefühl und schlafen meistens sogar besser.

Was aber heißt denn nun Dankbarkeit überhaupt?

Für meine Omi hieß das vor allem, dass sie „ihrem Herrgott“ dankbar war. Diese enge Verbundenheit mit dem christlichen Glauben teile ich nicht. Mein Dank richtet sich weniger an einen konkreten Gott denn an das Universum von dem ich ein Teil bin. Und andere Menschen werden andere Adressaten haben. Entscheidend ist, es zu spüren. Und das lässt sich trainieren.

Manchmal brauchen wir uns nur mal wieder daran zu erinnern, was für ein gutes Gefühl es ist, von Herzen dankbar zu sein, weil man einen Job hat, eine Wohnung, eine Familie, Freunde, materiellen Besitz, schöne Erinnerungen, die Fähigkeit zu sprechen, zu sehen, zu fühlen, zu gehen, weil man lachen kann und weinen, weil ein Vogel morgens singt oder ein Glas Wein im Kerzenlicht samtig schimmert.

Ein ganz besonders großartiges Gefühl ist es, Menschen zu danken. Persönlich. Direkt. Vielleicht mal einem Fremden, der einen angelächelt hat. Oder einer Verkäuferin, die besonders nett war.

Vielleicht auch mal einem Kollegen, der jeden Morgen Kaffee für alle kocht, weil er sowieso als erstes im Büro ist. Oder dem Nachbarn, der immer die Werbeblättchen in den Papiercontainer schmeißt, weil es sonst niemand tut. Vielleicht der Schwester, die immer den Kuchen für den Familienkaffee bäckt. Oder dem Partner dafür, dass er einen in den Arm nimmt, wenn man sich eigentlich grade gar nicht danach verhält.

Ich liebe es, meinen Freunden zu danken. Den wundervollen Menschen, die mein Leben bereichern, manche täglich, andere selten. Diejenigen, die mich zum Lachen bringen – notfalls durch Sticheleien.

Die, die gelegentlich die Welt wieder an ihren Platz rücken, wenn ein Sturm sie aus der Bahn geworfen zu haben scheint. Freunde, die einen ein ganzes Leben begleiten – sei es nun tatsächlich in Jahren so oder sei es, dass es sich nur anfühlt, als kenne man sich schon so lange. Diesen Menschen einfach mal Danke sagen macht glücklich. Und das Schönste daran? Es macht beide glücklich und es kostet nichts.

Was hat mir die schlaflose Nacht nun gebracht? Ich bin immer noch dankbar für das, was ich habe. Sehr. Ich bin auch dankbar für das, was ich nicht mehr habe, denn dadurch fällt es viel leichter Abschied zu nehmen von Dingen, Menschen, Lebensabschnitten. Ich finde, jeder sollte gelegentlich mal darüber nachdenken, wofür er dankbar ist.

Also warum sagt Ihr nicht einfach mal wieder von Herzen DANKE!

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